Zusammenleben braucht Menschlichkeit

FÜR DEMOKRATIE, MENSCHLICHKEIT UND RECHTSSTAAT

Wann

3. Oktober 2018
14.00 Uhr

Wo

Alter Messplatz
Start des Zuges

Unser Zusammenleben braucht Menschlichkeit
FÜR DEMOKRATIE, MENSCHLICHKEIT UND RECHTSSTAAT

Entwicklungen der letzten Wochen und insbesondere die Demonstration von Hass und Gewalt jüngst in Chemnitz fordern unsere Demokratie, unseren Rechtsstaat und alle, die für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben eintreten, heraus.
 
In unserem Land soll niemand in Angst und Sorge leben, aufgrund seiner Herkunft, Religion, Lebensweise oder Aussehens angegriffen oder verächtlich gemacht zu werden. Niemand soll Angst und Sorge haben, ohne ausreichenden Schutz durch staatliche Organe oder Mitmenschen leben zu müssen. In Artikel 1 unseres Grundgesetzes wird unser gemeinsames Wertefundament formuliert: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
 
Als Stadtgesellschaft sind wir aktuell gefordert, diese Werte zu schützen und uns gegen menschenverachtenden Hass und Hetze und ihre Duldung zu wehren. Als Stadtgesellschaft sind wir aktuell gefordert, für ein friedvolles und respektvolles Zusammenleben einzutreten, für Rechtsstaat und Demokratie, die auch Minderheiten schützt. Wir begrüßen deshalb die Initiative, in unserer Stadt öffentlich für die Menschenwürde und ein respektvolles Zusammenleben zu demonstrieren.
 
Am Tag der Deutschen Einheit wollen wir in Mannheim durch eine Kundgebung ein sichtbares Zeichen für die Bewahrung unserer Grundwerte setzen.
 
Wir rufen Organisationen, Vereine, Unternehmen, Schülerinnen und Schüler sowie alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich unserem Aufruf anzuschließen.


Gebärdensprachdolmetscherinnen sind zur Kundgebung im Ehrenhof des Schlosses auf der Bühne

Wir empfehlen, für die Anfahrt den Öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen

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AGENDA

Aktionen vor Ort und Mobilisierung im Rhein-Neckar-Kreis

Detaillierter Programmplan als PDF
14:00 Uhr

Start des Zuges

am Alten Messplatz

15:15 Uhr

Start der Kundgebung

am Schlossplatz
Ansprachen von Dekan Ralph Hartmann, Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und anderen

16:30 Uhr

Ende der Veranstaltung


GEMEINSAM SIND WIR STARK

„Die Würde des Menschen­ ist unantastbar.“

AUFRUF ZU IHRER STIMME

Wir setzen uns ein für Demokratie, Menschlichkeit und Rechtsstaat gegen Hass und Gewalt

Aktuell abgegebene Stimmen: 816

Alle Stimmen

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AKtuelle Spenden: 10370 €
0 €
15.000 €

ERSTUNTER­ZEICHNER/INNEN

  • Ralph Hartmann, Initiator und Dekan Evangelische Kirche
  • Mustafa Baklan, Unternehmer und Geschäftsführer Suntat Gruppe
  • Thomas Dörner, Präsident Karnevalskommission Mannheim
  • Dr. Sabine Hamann, Vorsitzende Sportkreis Mannheim
  • Rüdiger Harksen, DLV Bundestrainer (i. V. MTG Mannheim)
  • JOANA, Bloomaul, Sängerin u. Liedermacherin
  • Karl Jung, Dekan Katholische Kirche
  • Jennifer Kettemann, Geschäftsführerin der Rhein-Neckar Löwen GmbH (i. V. Rhein-Neckar-Löwen)
  • Philipp Kohl, Regisseur/Filmmacher
  • Markus Kompp, Geschäftsführer SV Waldhof Mannheim 07 Spielbetriebs GmbH (i. V. SVW)
  • Prof. Dr. Verena König, Professorin an der DHBW Mannheim
  • Bert Siegelmann, Geschäftsführer Rhein-Neckar-Fernsehen
  • Thomas Siffling, Musiker

Statements

„Der Sport verbindet und sollte niemand ausgrenzen. Daher können wir beim SV Waldhof Mannheim nicht verstehen, weshalb man einen Menschen allein wegen seiner Herkunft, seines Geschlechts, seiner Hautfarbe, Sprache oder Religion verurteilt. Wir wünschen uns viele Teilnehmer, die an der Veranstaltung teilnehmen und gemeinsam zeigen, dass Mannheim für Menschlichkeit steht.“

Markus Kompp
Geschäftsführer SV Waldhof Mannheim 07 Spielbetriebs GmbH (i.V. SVW)

„Der Mensch steht auf den Schultern seiner Geschichte. Die Werte, die uns hier seit mehr als 70 Jahren Frieden und Wohlstand ermöglicht haben, brauchen unseren Schutz und unser klares Bekenntnis – sie sind keine Selbstverständlichkeit! Es ist an der Zeit in einfacher Sprache deutlich zu machen wo man steht. Am 3.Oktober ist hierzu eine gute Gelegenheit“

Philipp Kohl
Regisseur/Filmmacher

„Teamgeist, Toleranz, Fairness und Respekt sind wichtige Regeln nicht nur im vereinssportlichen Miteinander. Wir treten dafür ein,  diese Werte in jedem Wettkampf, aber auch außerhalb des Spielfeldes an jedem Tag neu zu leben! Menschlichkeit kommt nicht durch Nichtstun!“

Dr. Sabine Hamann
Vorsitzende Sportkreis Mannheim

„Rechtsstaat und liberale Demokratie sind kostbare Errungenschaften. Es hat sehr lange gedauert, sie aufzubauen, aber sie können sehr schnell zerstört werden. Sie schützen den einzelnen vor der Mehrheit und vor der ungezügelten Staatsgewalt. Sie garantieren Meinungsfreiheit und gleiche Rechte in einer vielfältigen Gesellschaft. Ich sorge mich als Historikerin, dass eine wachsende Minderheit im Land und in Europa diese rechtsstaatlichen und demokratischen Prinzipien nun durch die Vorstellung von „dem Volk“ ersetzen möchte, das eine einheitliche Meinung, einheitliche Hautfarbe und einheitliche „Herkunft“ haben soll. Die Rechte aller, die in dieses Schema nicht passen, haben dann keine Gültigkeit mehr. Und das kann am Ende jeden von uns treffen.“

Prof. Dr. Julia Angster
Universität Mannheim

„Wir Fastnachter haben nicht nur in der närrischen Zeit die Aufgabe, auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen. Wir setzen uns konsequent gegen jegliche Form von Hass und Gewalt ein. Viele unserer Mitgliedsvereine leben mit ihrer exzellenten Jugendarbeit Integration vor.“

Thomas Dörner
Präsident Karnevalskommission Mannheim

„Für uns im Sport gilt nicht nur beim Training oder Wettkampf das Fair-Play. Wir sehen nicht nur die sportliche Leistung, sondern wir achten den Menschen, der dahinter steht,  ganz gleich welcher Herkunft oder Religion und legen größten Wert auf ein friedvolles und von Respekt geprägtes Miteinander.“

Rüdiger Harksen
Bundestrainer und Leistungssportchef der MTG Mannheim

„Auch Papst Franziskus mahnt an, dass es eines ständigen Weges der Humanisierung bedürfe. Dieses Ziel wird aber nicht dadurch erreicht, dass man Konflikte nur eindämmt und einen zweckbedingten, provisorischen Frieden erzwingt. Ein rechtsstaatlich, demokratisches Miteinander fußt auf Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe und Versöhnung – also dem bewussten Handeln für und dem freien Willen zum Frieden. Für diese Humanisierung setzen wir uns als Kirchen ein.“

Karl Jung
Dekan Katholische Kirche in Mannheim

„Es wird Zeit dass wir mehr Verantwortung für unsere Demokratie übernehmen.
Es wird Zeit, dass wir uns – wo auch immer wir herkommen und wo auch immer wir hinwollen  – konsequent als Menschen sehen und behandeln.
Es wird Zeit, dass wir uns darauf besinnen, wofür wir eigentlich sind.“

Ralph Hartmann
Dekan Evangelische Kirche in Mannheim

„Meiner Meinung nach ist Menschlichkeit essentiell dafür, friedlich und frei miteinander zu leben. Gerade in Zeiten der Krise und Uneinigkeit sollten wir uns daran erinnern, dass man zusammen mehr schaffen kann, als wenn man alleine und in Hass agiert.“

Thilo Dieing
Vorsitzender Stadtschülerrat Mannheim

„Als Club der Region empfinden wir es als Privileg, in einem sicheren, friedlichen, vielfältigen und wirtschaftlich starkem Umfeld mit hoher Lebensqualität agieren zu können. Gleichzeit ist es aber auch Verpflichtung, mit gutem Beispiel voranzugehen. Für uns gehören Respekt, Toleranz und Fairness zu Grundwerten, nach denen wir handeln und leben möchten – dafür treten wir gerne ein: Für ein menschliches, friedliches Zusammenleben.“

Rhein-Neckar Löwen

Die gemeinsame Veranstaltung am 3. Oktober fördert gegenseitiges Verständnis und den Zusammenhalt in der Region. Auch deswegen unterstütze ich gerne die Kundgebung.

Mustafa Baklan
Unternehmer und Geschäftsführer Suntat Gruppe

„Jazz steht für Neugierde, Toleranz, Offenheit, Kreativität, Mut, Improvisation und Einfühlungsvermögen.
Alles das sollten wir, als tolerante und Werte offene Gesellschaft, der es im Vergleich zu vielen anderen Regionen auf dieser Welt sehr sehr gut geht, vermitteln und vorleben.
Genau diese Werte und Eigenschaften benötigen wir, um die gesellschaftlichen Herausforderungen, die auf uns einströmen und vor denen wir vielleicht auch mal Angst haben zu bewältigen, um dann als Gesellschaft noch gestärkter daraus hervorzugehen.
Neue Einflüsse, Neue Kulturen, Neue Sprachen und Menschen – all das macht unsere Gesellschaft doch viel lebenswerter, Vielseitiger und spannender. 
Seien wir also MUTIG und OFFEN und freuen uns auf das Neue.“

Thomas Siffling
Musiker

Als Liedermacherin will ich auch schreiben und ansingen gegen Verrohung, Fanatismus, Hetze und Hass. Will mich engagieren für eine offene, freie, bunte Gesellschaft und einen demokratischen Humanismus. Farbe bekennen gegen braunen Brei.

JOANA
Sängerin und Liedermacherin

„Die jüngsten Vorfälle erinnern die Welt an ein düsteres Deutschland, das es schon einmal gab. Jahrzehnte hat es gedauert, die Welt davon zu überzeugen, dass unser Land diese Vergangenheit hinter sich gelassen hat. Die „Marke Deutschland“ steht heute für Weltoffenheit und Vertrauenswürdigkeit. Deshalb sorge ich mich neben Aspekten der Menschlichkeit auch um das Ansehen unseres Landes in der Welt. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel wird ein negatives Image mittelfristig zu erheblichen Standortproblemen führen. Für die Sicherung des Wohlstandes in Deutschland ist die Offenheit gegenüber ausländischen Fachkräften existentiell. Hass und Hetze dürfen in unserem Land nicht länger toleriert werden und sich weiter in die Mitte unserer Gesellschaft fressen.“

Prof. Dr. Verena König
Professorin an der DHBW Mannheim

LOKALITÄTEN

Start des Zuges und der Kundgebung

Start des Zuges

Alter Messplatz

68169 Mannheim

Ort der Kundgebung

Am Schlossplatz

Bismarckstraße, 68161 Mannheim

Weitere Informationen

Wir rufen die Organisationen, Vereine und Gruppen auf, diesen Aufruf zu unterzeichnen und zu verbreiten. Wir rufen alle vernünftigen und anständigen Menschen in der Region auf, sich an einer Demonstration „Rhein-Neckar sagt NEIN zu Hass und Hetze“ in Mannheim zu beteiligen.